Montag, 22. Juli 2013

NWB 30/2013 - Wegwarte


Es wartet ein bleiches Jungfräulein
den Tag und die dunkle Nacht allein
auf ihren Herzliebsten am Wege,
wartet am Wege, Wegewart!
 
Sie spricht: und wenn ich hier Wurzeln schlag'
und warten soll bis zum jüngsten Tag,
ich warte auf ihn am Wege,
warte am Wege, Wegewart!
 
Vergessen hat sie der wilde Knab',
und wo sie gewartet, da fand sie ihr Grab,
ein Blümelein spriesset am Wege,
spriesset am Wege, Wegewart!
 
Der Sommer kommt und der Sommer geht,
der Herbstwind über die Haide geht,
das Blümlein wartet am Wege,
wartet am Wege, Wegewart!
(Julius Wolff)
 
 

 

Kommentare:

  1. Was für ein herliches Gedicht liebe Varis, und schöne Fotos hast du dazu gestellt.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  2. Ich habe schon sehr darauf gewartet, sehr schön!
    LG
    Jutta

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  3. ...drum mag ich ja auch so den Sommer, mit all seinen Farben und auch der Hitze, die Blumen sind aber sehr wichtig, deine hier Varis, sehen auch sehr schön aus...

    lG Geli

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  4. Liebe Varis,
    ein wunderschönes Gedicht in einzigartig schöner Symbiose mit den Fotos...
    Herzliche Grüsse, Sichtwiese

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  5. Viele Dank für eure Kommentare! Unsere Wegwarte im Garten hat sich schon zu einem richtigen Buschen ausgewachsen. Ich mag die himmelblauen Blüten besonders gern.

    LG, Varis

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  6. Wegwarten sind so wunderschön! Nur pflücken sollte man sie nicht, die Freude wäre von kurzer Dauer.
    Liebe Grüße
    Andrea

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