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Sonntag, 26. Oktober 2014

Ligurien

Ich bin wieder im Lande und habe auch schon wieder eine knappe Woche Arbeitswahnsinn hinter mir. Der Urlaubseffekt ist also bereits wieder so gut wie verflogen. Trotzdem habe ich ein paar schöne Eindrücke von Ligurien mitgebracht.

Auf unserer Reise haben wir Genua, Portofino, Santa Margherita Ligure, Rapallo und die Städtchen der Cinque Terre besucht.

Auf Grund des Hochwassers vor zwei Wochen in Genua waren einige Teile der Stadt gesperrt. Die berühmte Altstadt konnten wir uns aber ansehen. Nach Venedig soll es sich hier ja um die größte, mittelalterliche Altstadt Europas handeln.

Blick über die Altstadt von Genua


Kathedrale San Lorenzo




 
 
Das Städtchen Santa Margherita di Ligure hat uns besonders gut gefallen. Es besitzt eine sehr schöne, kleine Altstadt und eine wunderschöne, mit Palmen gesäumte Strandpromenade.
 
 







Die Schifffahrt nach Portofino war sehr abenteuerlich. Kaum hatten wir es uns auf dem Sonnendeck gemütlich gemacht, brach ein Wolkenbruch über uns herein. An eine Flucht ins Innere des Schiffes war nicht mehr zu denken, weil der heftige Seegang eine Fortbewegung nahezu unmöglich machte. Also haben wir uns hinter ein paar gegen den Wind gestemmte Schirme verschanzt. Trotzdem wurden wir vom Regen und der aufspritzenden Gischt ordentlich eingeweicht. Bei der Ankunft in Portofino war der Spuk dann vorbei und die Sonne zeigte sich wieder.

Hafen von Portofino



Mit dem Schiff ging es dann weiter nach Rapallo, wo wir uns den Bauch einmal so richtig mit gegrilltem Tintenfisch, Langusten und Gambas vollschlagen konnten. Als Fan von Fisch und Meeresfrüchten kommt man dort so richtig auf seine Kosten, was natürlich ausgenutzt werden muss :)



Am letzten Tag besuchten wir dann die Cinque Terre. Es handelt sich hier um einen malerischen, bergigen Küstenabschnitt nördlich von La Spezia, der als Nationalpark geschützt ist und 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe wurde. Entlang der Küste schmiegen sich fünf malerische Dörfchen an die Klippen: Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare. Diese Orte erreicht man nur mit dem Schiff oder mit dem Zug. Da auch an diesem Tag der Seegang ziemlich heftig war, war der Schiffsverkehr auf das Nötigste beschränkt und wir mussten mit dem Zug fahren.
Am Hafen von Vernazza gab es dann nochmal einen guten Weißwein aus der Region und eine ordentliche Portion Tintenfisch mit scharfer Soße.

Manarola


Vernazza




Küste bei Monterosso al Mare

Mittwoch, 3. September 2014

Nordkap-Reise Teil 5: Sandnessjöen - Svolvaer (Lofoten)

Von Sandnessjöen ging die Fahrt weiter Richtung Polarkreis - durch eine atemberaubende Landschaft und bei absolutem Traumwetter.

Möwenjunge





Je weiter wir Richtung Polarkreis kamen, desto karger wurde die Umgebung. Bald war gab es weder Baum noch Busch und die karge Landschaft war hier auch mitten im Sommer noch stellenweise mit Schnee bedeckt. Schließlich erreichten wir die für alle Nordlandfahrer magische Grenze und feierten diesen Augenblick mit einem Gläschen Sekt. Auf die  klassische Polarkreistaufe mit Eiswürfel im Nacken und Hering im Mund verzichteten wir jedoch lieber.

am Polarkreis
Nach dem Polarkreis waren die Lofoten unser nächstes Ziel, die wir mit der Fähre erreichten. Die Schifffahrt zu den Lofoten war einfach traumhaft schön. Das Meer, das Licht - wie von einer anderen Welt.





Unsere Fähre kam zeitgleich mit dem Hurtigruten-Schiff "Finnmarken" im Hafen von Svolvaer an. Die Finnmarken hatte ihren Anlegeplatz quasi direkt vor unserem Hotel und von meinem Zimmer aus hatte ich sie perfekt im Blick.




Fortsetzung folgt...

Und ich möchte Barbara ganz herzlich als neue Leserin im Krähen-Nest Willkommen heißen.

Freitag, 15. August 2014

Nordkap - Reise Teil 4: Trondheim - Sandnessjöen

Am nächsten Tag stand Inselhopping auf dem Programm. Die erste Fähre brachte uns durch eine wunderschöne Fjordlandschaft nach Helgeland, wo wir dem malerischen Städtchen Broennoeysund einen Besuch abstatteten. Hier führt eine schmale Brücke über den Fjord, von der man einen tollen Ausblick genießen kann.



Ausblick von der Brücke in Broennoeysund
Nach einer Kaffeepause im Hafenlokal nahmen wir die nächste Fähre nach Andalsvagen und kurz darauf die dritte und letzte Fähre an diesem Tag nach Tjoella. Vom Schiff aus hatten wir eine gute Sicht auf den Berg "die sieben Schwestern". Der Legende nach handelt es sich hier um sieben Prinzessinnen, die von ihrem Vater in Stein verwandelt wurden, weil sie nicht tugendhaft waren.



die sieben Schwestern
Die Nacht verbrachten wir in dem kleinen Städchen Sandnessjöen. Hier konnten wir bei einem mitternächtlichen Hafenspaziergang zum ersten Mal die Mitternachtssonne bewundern. Kurios war die Tatsache, dass hier "nachts" trotz strahlendem Sonnenschein die Straßenbeleuchtung eingeschaltet war.




Fortsetzung folgt...
 
Ich möchte Nade ganz herzlich als neue Leserin im Krähen-Nest Willkommen heißen!

Samstag, 2. August 2014

Nordkap-Reise Teil 3: Oslo - Trondheim

Von Oslo ging es weiter über Lillehammer nach Trondheim. Unterwegs machten wir Halt an der Stabkirche von Ringebu und im Dovre-Fjäll- Nationalpark.
Die Stabkirche von Ringebu befindet sich im Gudbransdal und ist eine der ältesten Stabkirchen Norwegens. Sie wurde 1220 auf den Resten einer noch älteren Kirche erbaut. Zum Zeitpunkt unserer Besuchs war sie leider fast komplett eingerüstet und wurde renoviert. In Norwegen gab es einst über 1000 Stabkirchen, von denen heute nur noch 28 übrig geblieben sind.


Eingang zur Stabkirche von Ringebu



Gudbransdal

Beim Dovre-Fjäll handelt es sich um ein Gebirgsplateau oberhalb der Baumgrenze, die so hoch im Norden viel tiefer liegt als in unseren gemäßigten Breiten. Der höchste Punkt des Plateaus liegt nur 1026 m über dem Meeresspiegel. Das Dovre-Fjäll ist ein wahrer landschaftlicher Augenschmaus. Die Hochebene ist umgeben von schneebedeckten Bergen und der moorige Boden ist von Moosen und Flechten in allen möglichen Grünschattierungen bedeckt. Größere Bäume findet man hier nicht mehr - nur die kleinen Zwergbirken mit ihren harten, lederartigen Blättern trotzen noch der rauen Witterung.





Dovre Fjäll

Moose, Flechten und Zwergbirken im Hintergrund

Bei unserer Ankunft in Trondheim wurden wir wieder von Sonnenschein begrüßt. Wahrzeichen der Stadt ist der beeindruckende Nidarosdom. Er wurde auf dem Grab König Olav Haraldssons errichtet und gilt als Nationalheiligtum.

Westfassade des Nidarosdoms

Unweit des Nidarosdoms befindet sich der Fluss Nidelv, der von malerischen bunten Speicherhäusern gesäumt wird.


die alte Stadtbrücke Gamle Bybroen



Im Zentrum der Stadt fand gerade ein großer Markt mit viel Trubel, Musik und vielen Ständen statt. Hier wurden auch viele norwegische Spezialitäten angeboten, darunter Wurst aus Rentier-, Elch- und Walfleisch.





Fortsetzung folgt...