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Freitag, 13. Dezember 2019

Christmas Around the World 2019: 13. Dezember - Rumänien - Linu-i lin si iara lin / Colindam iarna

Heute kommen wir zu meinem musikalischen Favoriten in diesem Adventskalender - Rumänien. Für die meisten Länder war es schon immer ein Rumgesuche, bevor ich was Passendes für den Kalender gefunden hatte. Es geht ja nicht nur um das Lied an sich - der Vortrag sollte ja auch schön gesungen und ansprechend sein. Das war manchmal gar nicht so einfach. Mit rumänischen Liedern hätte ich aber locker den ganzen Adventskalender voll bekommen und ich hatte die Qual der Wahl. Deshalb gibt es heute ausnahmsweise mal zwei Lieder - Linu-i lin si iara lin von Maria Luiza Mih gesungen und Colindam iarna von Miruna Anghel vorgetragen. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden und finde beide wunderschön.

Eigentlich überrascht das nicht, denn das Singen von Weihnachtslieder ist in Rumänien fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Kinder und Sänger (sog. colindatori) ziehen von Haus zu Haus, singen traditionelle Lieder und werden mit Süßigkeiten, Gebäck oder auch Geld bedacht.

Wie Russland, Griechenland und auch Serbien (zu dem wir morgen kommen werden) ist Rumänien christlich-orthodox. Dies bedeutet, dass den Festtagen auch hier eine wochenlange Fastenzeit vorausgeht, die am Heiligabend (Moș Ajun)  mit einem Festessen im Kreis der Familie beendet wird. Die Gemeinschaft spielt hier eine große Rolle und es wird gemeinsam gefeiert, gelacht und gegessen. Traditionell gibt es u.a. Sarmale (Kohlrouladen mit Schweinefleisch), Mamaliga (Polenta) und Cozonac mit Mohn oder Nüssen. Dabei wird auch mit Pflaumenschnaps (Tuica) nicht gespart.


Samstag, 27. Oktober 2012

Seelenpfade: Urgöttin und Urgott

Durch die Bewusstwerdung der -> primordialen Essenz kam es also zur Schöpfung und damit auch zur Polarität, ohne welche die Schöpfung nicht möglich wäre. Auf Position 2 und 3 in Vicky Gabriels Medizinrad stehen deshalb als polare Gegenpole der universalen Energie Urgöttin und Urgott, die weibliche und männliche Seite der Schöpfungsenergie. Diese beiden Positionen haben auch wieder ein Gegenstück in der Kabbalah – nämlich Chokmah, die Weisheit, und Binah, das Verständnis.


Urgöttin und Urgott – und damit weibliche und männliche Energie – sind dabei gleichwertig und sollten in Balance zueinander stehen. Keine der beiden Energien dominiert die andere, sondern sie ergänzen einander. Ein Ungleichgewicht führt zu Disharmonie und schließlich zu Chaos und Zerstörung, wie auch die von Kriegen und Unterdrückung geprägte, durch Jahrtausende patriarchalisch dominierte Menschheitsgeschichte deutlich macht. Erst in den letzten  Jahrzehnten zeigte sich zumindest in der sog. Ersten Welt eine Entwicklung hin zum Gleichgewicht zwischen Männlichem und Weiblichen. Auch vermehrte Zuwendung hin zu naturverbundener, ganzheitlicher Spiritualität kann als Gegengewicht zu den männlich-dominierten Weltreligionen wie Christentum und Islam gewertet werden. 

In einigen neopaganen Strömungen stellt man nun aber auch ein Abgleiten in die entgegengesetzte Richtung mit ausschließlicher Göttinnenverehrung bis hin zur Ablehnung des Männlichen fest. Dies ist natürlich ebenso kontraproduktiv im Hinblick auf eine Integration beider Energien zu einem harmonischen Ganzen.

Die beiden Positionen des Medizinrades regen dazu an, einmal darüber zu meditieren, wie man diese beiden Energien – Urgöttin und Urgott – selbst empfindet.

In den polytheistischen antiken und naturspirituellen Religionen  wurden und werden die verschiedenen Aspekte der jeweiligen Energieform in den Göttern und Göttinnen personifiziert – nicht zuletzt deshalb, um sie den Menschen auf ihrer Erfahrungsebene näher zu bringen. 

Ich selbst habe es nicht so sehr mit personifizierten Gottheiten, sondern nehme die verschiedenen Aspekte von Urgöttin bzw. Urgott vielmehr als Energieströme  und  -schwingungen wahr und gerne setze ich das auch mal zeichnerisch um. 

Ihr erinnert euch vielleicht noch an meine -> "Kritzeleien", mit welchen ich in der Arbeit gerne meine Schreibtischunterlage „verziere“. Zu Urgöttin und Urgott habe ich dort auch passende Skizzen gefunden und dann mit Kohle und Kreide entsprechend umgesetzt.

Urgöttin




Urgott







Donnerstag, 11. Oktober 2012

Seelenpfade: Die primordiale Essenz

In letzter Zeit ist Magie und Spiritualität neben dem Berufs- und Alltagsleben leider etwas zu kurz gekommen. Das möchte ich gerne wieder ändern. Ich habe jetzt begonnen, das Buch "Seelenpfade" von Vicky Gabriel und William Anderson durchzuarbeiten und werde meine Gedanken dazu auch immer wieder in diesem Blog festhalten.


Zu Beginn des Buches stellt Vicky Gabriel die verschiedenen Stationen des Euro-Rades vor - ein von ihr entwickeltes Medizinrad mit 14 Positionen (für alle, die mit der Materie nicht so vertraut sind: ein Medizinrad ist ein Realitätsmodell, welches die verschiedenen Aspekte der Wirklichkeit in verschiedenen Stufen widergibt und diese so gut wie möglich in ihrer Gesamtheit erfassen soll. Die verschiedenen Stufen werden als Meditationsgegenstand genutzt, um sich mit dem jeweiligen Realtätsaspekt und seiner Bedeutung für den persönlichen Lebensweg auseinanderzusetzen).

Die erste Station in Vicky Gabriels Medizinrad ist die primordiale Essenz. Es handelt sich dabei um die schöpferische Energie des Universums in ihrem Urzustand. Sie trägt alle Möglichkeiten in sich, ist jedoch noch unbewusst und undifferenziert. Die primordiale Essenz ist quasi die Urenergie vor dem Urknall, vergleichbar mit der Sephiroth Kether im kabbalistischen Baum des Lebens.
Der Urknall und damit der Beginn der Schöpfung markiert den Akt der Selbsterkenntnis der kosmischen Urenergie. Diese Bewusstwerdung führte zu Bewegung und Polarität und schließlich zur Schöpfung des Universums "aus dem Nichts".

Nach dem magischen Grundsatz "wie oben so unten" lässt sich dieses Prinzip auch auf das Leben jedes einzelnen anwenden. Denn jeder ist ein Teil des Ganzen und trägt diese kosmische Urenergie mit all ihrem schöpferischen Potential in sich. Entfalten kann sich dieses Potential aber nur, wenn man die Illusion der Machtlosigkeit gegenüber seinen Lebensumständen bzw. dem "Schicksal" und die damit verbundene Fremdbestimmung hinter sich lässt und sich der eigenen Schoepfungkraft bewusst wird. Diese Selbsterkenntnis ist gleichzusetzen mit einem persoenlichen "Urknall" und der Erschaffung seines persoenlichen Universums.

Vieles in der Menschheitsgeschichte wäre wohl anders verlaufen, hätte man den Menschen dieses Selbst-Bewusstsein nicht so erfolgreich abtrainiert.



 

Sonntag, 16. September 2012

Kritzeleien

Schon als Kind habe ich gerne gemalt und auch heute noch gehört Malen und Zeichnen zu meinen liebsten Hobbies - vorzugsweise mit Kohle und Kreide. Einige von Euch kennen vielleicht noch ein paar meiner "Werke" von den Erdenkind - Titelbildern.

In letzter Zeit bin ich nicht mehr viel zum Zeichnen gekommen, aber irgendwie bahnt sich die kreative Ader doch immer wieder ihren Weg. So finde ich es dann doch faszinierend, wie meine Schreibtisch-Unterlage in der Arbeit mittlerweile aussieht. Immer wenn ich telefoniere etc. fange ich mehr oder weniger gedankenverloren das Kritzeln an und bin wirklich erstaunt, was das Unterbewusstsein auf diesem Weise zu Tage befördert.

Demnächst werde ich einige Elemente dieser "Schreibtisch-Kritzeleien" mal aufgreifen und zeichnerisch ausarbeiten. Das Endergebnis werde ich dann nach und nach hier posten.







Donnerstag, 10. November 2011

Schlangentanz

Auf Aines Anregung hin habe ich mich am Wochenende an der Orakelmalerei versucht und möchte euch hier das Ergebnis präsentieren.

Obwohl ich sehr gerne male und zeichne, war es schwerer als ich dachte. Ich arbeite normalerweise hauptsächlich mit Kohle und Kreide; Wasserfarben sind nicht ganz so mein Fall, weil sie mir einfach - nunja, zu wässrig sind :D
Einen Versuch war es aber auf jeden Fall wert und mir gefällt das Ergebnis auch sehr gut. Ich habe beim Orakelmalen jedoch keine bestimmte Frage gestellt, sondern einfach abgewartet, was da so durchkommt.



Ich empfinde das Bild insgesamt als sehr positiv, besonders die Farben sind sehr freundlich und werden von blau und violett dominiert. Blau ist meine Lieblingsfarbe und steht für mich für das Leben, ebenso wie die spiralförmig gewundene Schlange und das Meer. Violett symbolisiert Ausgeglichenheit und Harmonie. Die Schlange ist außerdem ein Sinnbild für die Zyklen des Lebens und der Jahreszeiten, für die Schöpfung und die Wiedergeburt. Letzteres wird durch den Embryo im Inneren der Schlange noch besonders betont.
Ingesamt symbolisiert das Bild für mich Lebensfreude, Harmonie und Wachstum und es passt gefühlsmäßig ganz gut. Am Ende gab ich dem Bild den Titel "Schlangentanz".