Letzten Donnerstag ging die Reise dann über Slowenien und Österreich wieder zurück nach Hause. Kurz vor dem Karawankentunnel haben wir dem slowenischen Städtchen Bled noch einen Besuch abgestattet. Bled liegt direkt an einem See in den Bergen und besitzt sowohl eine Burg als auch eine kleine Insel im See mit einer Kirche darauf - wunderschön und ein perfektes Fotomotiv :)
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| Bleder Burg |
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| Insel mit Marienkirche |
Zum Abschluss haben wir uns dann noch eine Gibaniza gegönnt. Das ist ein slowenischer Schichtkuchen mit Mohn, Quark, Äpfeln und Walnüssen - ein wahrer Hochgenuss!
Dann ging es weiter durch die Alpen nach Hause.
Zum Abschluss habe ich aus dem fahrenden Auto noch ein Bild meines Lieblingsberges gemacht - der "Schlafenden Hexe". Sie befindet sich ca. 70 km von unserem Heimatort entfernt. Man kann deutlich den Kopf mit der Hakennase und den Busen mit der Brustwarze erkennen.
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| die "Schlafende Hexe" |
Fazit:
Es war eine sehr schöne und vor allem interessante Reise. Wir habe viel erlebt, viel Neues gesehen und neue Menschen kennengelernt.
Die Wachau ist ein landschaftlich wunderbares Stückchen Erde mit malerischen Städtchen und lieblichen Weinbergen. Es gibt köstliches Essen, guten Wein und sehr viele Buschenschenken, in denen man es sich bei einem Gläschen und einer herzhaften Brotzeit gut gehen lassen kann.
Dass hier auch Wittendorf liegt, wo die berühmte "Venus" gefunden wurde, hatte ich vorher gar nicht gewusst, sondern habe das erst am ersten Urlaubstag in einer Broschüre über die Wachau gelesen. Da musste ich dann natürlich auch hin und habe mir eine kleine Büste für meinen Altar mitgenommen.
Auch von der Byzanz - Ausstellung auf der Schallaburg gab es ein kleines Andenken, auch wenn das wenig mit der Wachau zu tun hat - zwei gewebte Lesezeichen.
Wien war insgesamt sehr interessant, aber so richtig warm bin ich mit der Stadt und seinen Bewohnern nicht geworden. Für mich fehlte da ein wenig das "gewisse Etwas" und das pulsierende Leben, dass eine Stadt ausmacht.
Schönbrunn hat mir gut gefallen und besonders der Schlossführer wird mir in Erinnerung bleiben. Das war ein ziemlich komischer Kauz mit einem Hang zum Dichten. Er plapperte wie ein Wasserfall und wählte seine Sätze z.T. so, dass sie sich am Ende reimten. "Nun geht es weiter auf unserer Reise, immer im Kreise, manchmal laut und manchmal leise." Gelegentlich schlug er als Unterstreichung dann noch die Hacken zusammen.
Budapest hat mir unheimlich gut gefallen. Die Stadt ist vollgepackt mit interessanten Bauwerken und es gibt an jeder Ecke was zu entdecken. Die Lage der wichtigsten Bauten an der Donau und der grandiose Blick über die Stadt von der Fischbastei geben der Stadt einen besonderen Reiz.
Für mich war der Besuch in Ungarn auch in gewisser Hinsicht eine Reise zu meinen Wurzeln. Mein Urgroßvater war Ungar und deshalb wollte ich dieses Land auch mal kennenlernen. Besonders das ungarische Essen hat viele Erinnerungen an meine Kindheit wachgerufen. Meine Oma hat ganz genauso gekocht.
Es gibt zwei Dinge, die mir an den Ungarn aufgefallen sind: sie sind Handy-süchtig und haben eine Vorliebe für Martinshörner.
Egal ob Jugendlicher oder alte 80jährige Oma - jedem scheint dort iPhone und Co direkt am Ohr bzw. an den Fingern festgewachsen zu sein. Ich habe noch nirgends so viele Menschen - besonders auch alte Menschen - mit Handies rumlaufen sehen.
Und die Martinshörner in Budapest sind ein Erlebnis für sich. Hier scheint man sämtliche Varianten aus aller Herren Länder zusammengeschnitten und noch mit einigen Soundeffekten aus Computerspielen ergänzt zu haben. Und damit werden dann in voller Lautstärke und mit wachsender Begeisterung zu jeder Tages - und Nachtzeit die Straßen abgefahren. Am Ende sind wir zu dem Schluss gekommen, dass da wahrscheinlich gar kein Notfall vorliegt, sondern dass sie einfach Spaß dran haben mit dem Gedudel die Straße rauf - und runterzufahren.
Ein Souvenir haben wir auch aus Budapest mitgenommen: einen schön bemalten Teller mit dem berühmten Dreihasensymbol.
In Slownien haben wir ein paar richtig schöne Tage bei unseren slowenischen Freunden verbracht, die für uns schon sowas wie eine zweite Familie sind. Wir haben uns im Garten auf den Liegen entspannt und viel mit der kleinen Sarah gespielt. Meistens musste ich hier als lebende Frisierpuppe herhalten :D Abends haben wir es uns im Ribic gutgehen lassen und hier bleibt mir vor allem ein Spruch meines Vater in Erinnerung. Der Ober fragte, ob wir einen Aperitiv haben wollen und mein Vater darauf: "Nein, danke. Heute trinken wir mal keinen Alkohol. Eine Flasche Wein, bitte."
Als Souvenir gab es hier eine bunte Kaffeetasse und ein paar Magneten für die Küche.
Istrien war für mich etwas zwiespältig. Das Land selbst ist trotz seiner Kargheit (oder grade deswegen) sehr reizvoll, das Meer ist unverschämt blau und klar und die Städtchen sind malerisch und sauber. Mit den Menschen in Istrien bin ich jedoch nicht so recht warm geworden. Ich habe sie als sehr verschlossen und freudlos erlebt. Selten, dass sich mal ein Lächeln auf die Lippen stielt und nirgends sind man Blumen oder gar Gärten. Überall geht Sand und dürres Gestrüpp bis direkt an die Hausmauer.
Anstrengend waren auch die hohen Temperaturen. Ich bin eigentlich ein Mensch, der es gerne warm hat, aber das war selbst mir zuviel. Ein paar Grad weniger und es hätte doppelt soviel Spaß gemacht.
Anstrengend waren auch die hohen Temperaturen. Ich bin eigentlich ein Mensch, der es gerne warm hat, aber das war selbst mir zuviel. Ein paar Grad weniger und es hätte doppelt soviel Spaß gemacht.
















































