Sonntag, 22. Juli 2018

Kampenwandumschreitung

In meiner letzten Urlaubswoche haben wir endlich die Tour gemacht, mit der ich schon lange geliebäugelt habe - die Kampenwandumschreitung. Und es war der absolute Hammer! Eine der schönsten Wanderungen bisher, die wir gemacht haben.

Mit der Seilbahn ging es hinauf zum Wahrzeichen der Chiemgauer Alpen. Dann sind wir den leichten und gut ausgebauten Wanderweg von der Sonnenalm zur Steinlingalm gewandert und hatten dabei einen tollen Ausblick auf den Chiemsee.Überall blühte es herrlich und bunt und auch der Almenrausch erfreute uns mit seinen knallrosa Blüten.


Hinter der Steinlingalm beginnt dann der interessante Teil der Kampenwandumschreitung. Auf schmalem Steig geht es über Stock und Stein und z.T. ziemlich grimmig bergauf und bergab. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist also gefragt. Aber der Steig ist einfach sowas von SCHÖN! Die Aussicht auf das Kaisergebirge und das Lofener Steingebirge ist unvergleichglich und überhaupt ist die Natur hier wirklich noch unberührt.




Aber seht selbst :)


Freitag, 20. Juli 2018

KW 29/18: Schluss mit lustig

Das ganze Jahr über wartet man sehnsüchtig auf die magische Zeit namens "Sommerurlaub" und dann sieht man sich um - und schwupps - ist sie auch schon wieder vorbeigeflogen. Zweieinhalb kostbare Wochen Freiheit sind am letzten Donnerstag leider wieder zu Ende gegangen. Schon krass, wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt: die größten Teil seines Lebens wird man fremdbestimmt und man lebt eigentlich nur so richtig für diese wenigen kostbaren Wochen im Jahr.

Die letzten Urlaubstage habe ich noch im Garten verbracht, der endlich wieder saftig grün ist. Jetzt ist gerade Erntezeit und ich bin fleißig am Gurken einlegen. Mittlerweile habe ich bereits 19 Gläser eingelegte Gurken und am Wochenende kommen weitere 5 dazu, da schon wieder jede Menge dicke Gurken am Start sind.


Jaaaa und die Tomaten!! Die überfluten uns gerade. Jeden Tag holen wir die leckeren Früchte kiloweise aus dem Gewächshaus und es gibt Tomaten in allen Variationen: Tomatenbrot, Tomatensalat, Spaghetti mit Tomatensoße, Tomatengemüse mit Gurken und Paprika, Djuvec mit viel Tomaten, Tomaten als Snack zwischendurch, Tomaten zur Brotzeit, Tomaten, Tomaten, Tomaten :) Und trotzdem schaffen wir es nicht, sie alle zu essen, wenn sie reif geworden sind. Deshalb wird am Wochenende Tomatensoße eingekocht und vielleicht versuche ich mich auch mal an eingelegten und getrockneten Tomaten.



Dann haben wir da noch den Brombeerbogen, von dem wir ebenfalls jeden zweiten Tag gut zwei Kilo abernten, die aber größtenteils tiefgefroren uns später für lecker Brombeertarte zum Einsatz kommen werden. Den oberen Bereich des Bogens haben die Wespen für sich beansprucht, aber wir wollen ihnen auch ein bisschen was gönnen ;)

Auch blühtechnisch tut sich endlich wieder ein wenig was im Garten. Sonnenhut, Phlox und Malven blühen um die Wette und es ist sogar eine einsame Sonnenblume aufgegangen, die von den Vögeln ausgesät wurde.






Zum Wandern sind wir in der letzten Woche nur einmal gekommen, da das Wetter auch wieder nicht optimal war. Entweder gewittrig oder so heiß, dass man nicht stundenlang herumlaufen möchte. Einmal haben wir es aber gepackt und sind die Höglrunde bei Anger gegangen - also mal zur Abwechslung nicht direkt in den Bergen. Gewitter haben uns an diesem Tag zum Glück verschont und sind erst am Abend hereingebrochen. Dafür war es streckenweise so heiß, dass man das Gefühl hatte, es würde einem das Hirn zerbrutzelt.


Fürs kommende Wochenende ist diesmal keine Wanderung geplant, da wieder einmal Gewitter angekündigt sind. Dafür solls dann ab Montag wieder schön werden. Und nicht nur schön. "Subtropische Luftmassen bringen Gluthitze nach Deutschland" hat MSN Wetter angekündigt und sogar am Nordkap herrscht derzeit Dürre und Hitze. Irgendein Wettergott muss heuer einen ziemlich schlechten Humor haben...

Und was war sonst noch so?

Ich finde es ja höchst amüsant wie sich alle grade über Trumps "Europa-Feldzug" brüskieren und alle, die der USA schon traditionsgemäß bis zum Anschlag in den Allerwertesten kriechen, von Mr. President einen schönen vor den Latz geknallt bekamen. Englands Brexit z.B. mutiert immer mehr zur Lachnummer. Erst großen Wind machen, weil man auf transatlantische Unterstützung hofft und dann doch lieber einen aufgeweichten Kurs fahren, weil die Unterstützung doch nicht so ausfällt wir einkalkuliert, während die Hardliner das sinkende Schiff verlassen.
Und dann wagt er es auch noch, sich mit dem russischen Präsidenten zusammenzusetzen. Ein Aufschrei des Entsetzens geht durch Europa und die USA. Mir dagegen wird er dadurch fast schon sympathisch. Mit Sicherheit haben sowohl Trump als auch Putin ihre Leichen im Keller und verfolgen mit dieser Zusammenkunft ihre ganz eigenen Ziele. Aber in meiner Welt ist miteinander reden auf jeden Fall besser als sich die kalte Schulter zeigen und sich gegenseitig bis zum Drücken des roten Knopfes hochzuschaukeln.

Eine weitere Quelle der Erheiterung sind all die Empfehlungen von sog. "Experten", was gesunde Lebensmittel sein sollen und was nicht. Denn jetzt wurde wieder so ein jahrzehntelang als gesichert geltender Grundsatz der Ernährung widerlegt, nämlich dass Omega-3 Fettsäuren so megagesund sein sollen und man deshalb viel Fisch essen oder sich am besten gleich entsprechende Kapseln einwerfen soll. Tja, alles für die Katz. Ebensowenig wie Spinat große Mengen Eisen enthält, verbessern Omega-3 Fettsäuren die Herzgesundheit - hat man jetzt herausgefunden.
Deshalb meine "Experten"-Empfehlung: Esst abwechslungsreich, esst was euch schmeckt und worauf ihr grade Lust habt und vor allem macht einen Bogen um Nahrungsergänzungsmittel. Mit frischen Produkten fährt man immer noch am besten.


Donnerstag, 19. Juli 2018

Gyrospfanne mit Tzatziki

Heute möchte ich euch eine Gyrosvariante vorstellen, die ich diese Woche ausprobiert habe und die einfach super zu einem heißen Sommertag passt. Total erfrischend und lecker!

Zutaten (für 3 Personen)

fürs Tzatziki
eine kleine Gurke (oder eine halbe große Gurke)
3 Knoblauchzehen
500 g Sahnejoghurt
200 g Creme fraiche
Salz und Pfeffer nach Belieben

für das Gyros
600 g Putenschnitzel
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Kurkuma, gemahlen
Paprikapulver
gerebelter Majoran
1 große Zwiebel
1 mittelgroße Gurke
2 rote Spitzpaprika
1 mittelgroße Tomate
Schalenabrieb einer halben Zitrone
frischer Majoran
Schwarzkümmel

Zubereitung

Für das Tzatziki Sahnejoghurt und Creme fraiche zu einer geschmeidigen Creme verrühren. Knoblauch schälen, pressen und unter die Creme heben. Gurke in sehr dünne Scheiben hobeln und unter die Creme heben. Nach belieben mit Salz und Pfeffer würzen.

Für das Gyros die Putenschnitzel in Streifen schneiden. Mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, gemahlenem Kurkuma, Paprikapulver und gerebeltem Majoran marinieren. Gewürze nach Belieben dosieren.
Die Zwiebel halbieren. Eine Hälfte der Zwiebel in dünne Scheiben schneiden. Die andere Hälfte fein würfeln und beiseite stellen. Die Spitzpaprika in Streifen schneiden. Die Gurke längs halbieren und in fingerdicke Scheiben schneiden. Tomate würfeln.
Marinierte Schnitzelstreifen in einer Pfanne in Olivenöl anbraten und wieder aus der Pfanne nehmen. Im Fleischsaft dann die Zwiebel anbraten. Dann die Paprikastreifen dazugeben und so lange mitbraten, bis sie leicht angeröstet sind. Dann Gurkenscheiben dazugeben und ca. 5 min mitbraten. Anschließend Tomatenwürfel dazugeben, gut verschmischen und danach die angebratenen Schnitzelstreifen dazugeben. Ca. 5-10 weitere Minuten  schmoren lassen. Zitronenabrieb dazugeben und nach Belieben mit Salz, Pfeffer und frischem Majoran nachwürzen.
Gyrospfanne zusammen mit dem Tzatziki anrichten und mit Zwiebelwürfel und Schwarzkümmel garnieren.



Mittwoch, 18. Juli 2018

Im Wandel der Zeit: Juli 2018

Schon wieder ist es Zeit für einen neuen Beitrag zu Christas "Im Wandel der Zeit". Schon wieder ein Monat rum. Schon wieder ein Monat meines geliebten Sommers vorbei und schon wieder der Urlaub rum *soifz. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich morgen wieder für unabsehbare Zeit in der Arbeit weggesperrt bin...

Im Gegensatz zum Vormonat zeigt sich der Garten im Juli wieder saftiger und grüner. Es blüht auch endlich wieder etwas, auch wenn man das im Blick für den Wandel der Zeit nicht gut erkennen kann. Im Wochenrückblick am Freitag Abend seht ihr dann ein wenig mehr von der Blütenpracht.


Mittwoch, 18.07.2018, 16:33 Uhr


Dienstag, 17. Juli 2018

Fischunkelalm und Röthbachfall

Wir hatten schon sehr lange eine Wanderung zur Fischunkelalm und dann weiter zum Röthbachfall im Herzen des Nationalpark Berchtesgaden geplant, aber das Wetter hat uns immer einen Strich durch die Rechnung gemacht. In diesem Sommer ist es schwierig, Wanderungen in den Bergen zu planen, weil sich fast jeden Tag Gewitter zusammenbrauen.

Auch an diesmal sah es wettertechnisch nicht so gut aus, aber wir haben beschlossen, die Wanderung trotzdem zu machen und wir hatten Glück und blieben trocken :)

Um zur Fischunkelalm zu gelangen muss man erst mit dem Schiff über den Königsee bis ganz hinter zur Saletalm fahren. Von da aus geht es zu Fuß weiter zum Obersee und entlang der Walchhüttenwand hinter zur Fischunkelalm. Die Landschaft dort ist traumhaft schön - wären da nur nicht diese Menschenmassen. Unglaublich, was da alles aus aller Herren Länder unterwegs war. Dabei gilt die Fischunkelalm eigentlich als weniger frequentiert, weil man doch gut eine Stunde auf z.T. steilen Geländer dorthin wandern muss. Aber an diesem Tag war dort halb Asien unterwegs. Auch viele Touristen aus Norddeutschland und anderen europäischen Ländern gab es viele. Ich glaube, wir waren die einzigen Einheimischen an diesem Tag.
Trotz der vielen Leute muss man aber sagen, dass sich alle vernünftig verhalten haben. Das ist ja heutzutage auch keine Selbstverständlichkeit mehr.

Der Obersee liegt eingebetten zwischen Walchhüttenwand und Talwand wunderbar idyllisch in den Bergen und das Wasser ist geradezu unverschämt klar. Es ist einfach traumhaft schön dort.


Von der Fischunkelalm sind wir dann noch weiter zum Röthbachfall gewandert. Mit einer Höhe von 470 m handelt es sich hier um den höchsten Wasserfall Deutschlands. Nicht weit von ihm stürzt der zweithöchste Wasserfall Deutschlands - der Landtalfall - in denselben Talkessel.

Im folgenden Bild seht ihr die Fischunkelalm am hinteren Ende des Obersees und rechts hinter der Alm stürzt der Röthbachfall ins Tal. Ist das nicht wirklich pardiesisch dort?


Auch von dieser Wanderung gibt es wieder ein Video. Dazu ist zu sagen, dass ich Action Cam ab dieser Wanderung auch bei bestimmten Streckenabschnitten als Action Cam benutze, d.h. sie ist an meiner Schulter montiert und ich kann filmen und habe gleichzeitig die Hände frei. Bei schwierigeren Steigen wie z.B. bei der Kampenwandumschreitung kann man so ebenfalls filmen. Hier wäre es sonst nicht möglich, da es stellenweise zu gefährlich ist, die Kamera ein einer Hand zu halten, während man auf- oder absteigt.
Viel Spaß beim Ansehen!