Sonntag, 14. Juni 2020

KW 24/20: Almparadies

Hallo ihr Lieben! Ich hoffe, ihr seid noch nicht von Regen und Wind weggespült bzw. weggeweht worden. Seit den Eisheiligen scheint der Wettergott schlechte Laune zu haben. Nur die letzten zwei Tage hat sich seine Stimmung etwas aufgehellt und wir haben den kurzen Sommerbesuch für eine Almwanderung genutzt. 

Diesmal sind wir nach Urschlau bei Ruhpolding gefahren, um von dort zu den Röthelmoos Almen hochzuwandern. Der Weg führt zuerst ein Stück an der Urschlauer Ache entlang, überquert diese dann und führt dann zum Röthelmoos hoch. Was den Wanderweg nach oben anbelangt, braucht man nichts zu beschönigen: der ist absolut nicht der Burner. Zuerst Teerstraße entlang der Ache und dann eine Schotterpiste zu den Almen hoch, die von leider sehr rücksichtslosen Mountainbikern bevölkert wurde.
 
Oben angekommen wird man aber für den unschönen Anstieg mehr als entschädigt. Kurz bevor man das Röthelmoos-Almgelände erreicht, hat man einen tollen Blick hinunter in die Röthelmoos-Schlucht und den Röthelmoos-Wasserfall, der sich hier in die Tiefe stürzt. Dann geht es rechts an der alten Triftklause vorbei und man hat das Almgelände, das auch unter Naturschutz steht, erreicht. Und hier fühlt man sich wirklich in ein Stückchen Paradies versetzt. Hier befindet sich das Röthelmoos Hochmoor und saftige, kräuterreiche Weideflächen, auf welchen die Kühe wieder sichtbar das Leben genossen. Das ganze wird überragt vom beeindruckenden Gurnwandkopf und der Hörndlwand. 








Zwei Almen laden ein, etwas länger an diesem schönen Ort zu verweilen - die Langenbaueralm und die Dandlalm. Wir sind dieses Mal in der Dandlalm eingekehrt und haben uns ein schönes Bier und ein Almbrot schmecken lassen. 
Für den Rückweg haben wir uns dann für eine andere Route entschieden. Zuerst ging es noch ein Stück bergauf Richtung Hörndlwand. Von hier aus hatten wir noch einmal einen wunderbaren Rundblick auf das Röthelmoos. 






Und dann ging es links weg in den Wald hinein und auf einem sehr schönen und radfahrerfreien Steig wieder hinunter nach Urschlau. 
Man kann auf das Röthelmoos auch von 3-Seen-Gebiet aus hochsteigen. Diese Tour haben wir für den Herbst eingeplant.


Heute gibt´s auch wieder ein kleines Video - viel Spaß beim Ansehen!

 

Donnerstag, 11. Juni 2020

Chicken Biryani

Heute habe ich mal wieder ein leckeres Rezept für euch, und zwar ein indisches. Chicken Biryani ist ein typisches Currygericht und lässt sich auch vergleichsweise einfach zubereiten.

Zutaten (für 3 Personen):

- 3 Hühnerbrüste
- 200 g TK Erbsen
- 500 g Brokkoli
- 3 kleine Zwiebeln
- 4 Knoblauchzehen
- ein Stück Ingwer
- 300 g griechischer Joghurt
- 2 EL gelbe Currypaste
- 1 Lorbeerblatt
- 180 g Basmatireis
- 4 Kardamomkapseln
- 1 TL Kurkuma
- 1 EL Zimt
- Salz, Pfeffer, Chiliflocken
- Sesamöl

Zubereitung

Kardamomkapseln öffnen, Samen rausnehmen und in einem Mörser zerstoßen. Zerstoßene Kardamomkapseln zusammen mit dem Kurkuma in etwas Sesamöl in einem Topf erhitzen. Dann Reis zugeben und kurz darin anbraten. Mit soviel Wasser ablöschen, dass der Reis gerade bedeckt ist. Etwa Salz zugeben und ca. 15 min köcheln lassen. Immer wieder mal umrühren und bei Bedarf etwas Wasser zugeben. Fertigen Reis beiseite stellen.

Brokkoli klein schneiden. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in feine Würfel schneiden. Knoblauch und Ingwer in Sesamöl anbraten. Zwiebelwürfel dazugeben und kurz mitbraten. Brokkoli zugeben und kurz mitbraten lassen. Currypaste zugeben und alles gut vermischen.  Das Lorbeerblatt zugeben und mit Zimt, Salz, Pfeffer und Chili würzen. Dann mit 200 ml Wasser angießen und 5 min köcheln lassen. Dann Erbsen zugeben und alles vermischen. 150 g griechischen Joghurt zugeben und vermischen. Alles in eine Auflaufform geben. Dann den Reis dazugeben und mit der Gemüsemischung vermischen. Anschließend 40 min bei 180°C im Ofen durchziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Hühnerbrüste mit Salz, Pfeffer und Chili würzen und von beiden Seiten gut anbraten.

Gemüse-Reis Mischung und Hühnerbrüste auf einem Teller anrichten. 150 g griechischen Joghurt mit Salz und Pfeffer würzen und als Dip dazureichen. 



Samstag, 6. Juni 2020

KW 23/20: Chilltime auf der Alm

Hallo ihr Lieben! Unglaublich, wie die Zeit dahinrennt. Die Wochen rasen nur so dahin und jetzt ist schon fast wieder das halbe Jahr rum. Und ich stelle fest, dass ich hier schon wieder arg im Postverzug bin. Aber ehrlich gesagt gibt es auch nicht allzuviel zu berichten. Wir genießen Haus und Garten und wenn es das Wetter erlaubt, legen wir eine Tour ein, so wie am Pfingstmontag. Da sind wir auf eine Alm mit dem klangvollen Namen Oberauerbrunstalm gewandert, die bei Schleching an der Flanke der Hochplatte liegt.

Die Wanderung startete am Dalsenparkplatz in Mühlau bei Schleching und führte zuerst an frisch gemähten und herrlich duftenden Wiesen vorbei bis zum Oberauerhof. Gleitschirm- und Segelflieger waren fleißig unterwegs und haben das schöne Wetter wohl genauso genutzt wie wir. Vom Oberauerhof aus beginnt dann der Anstieg von knapp 400 hm zur Alm. Der Weg ist ein richtig schöner Steig durch den Wald genau nach unserem Geschmack. Kein Schotterweg, sondern ein Aufstieg über Stock und Stein, der teilweise sehr steil ist. Die Mühe lohnt sich aber, denn auf der Alm wird man mit einem tollen Ausblick belohnt. Man hat einen tollen Blick auf die "Hinterseite" der Kampenwand und auf den Geigelstein, der von hier fast schon wie ein Vulkankegel aussieht. Auch die Spitzen des Kaisergebirges hat man schön im Blick.






Die Almwiese war von wirklich tiefenentspannten Stieren bevölkert, die im Schatten hoher Bäume chillten und sich von der Wanderkarawane nicht aus der Ruhe bringen ließen. Die Alm selbst ist total idyllisch und eine der schönsten Almen, die wir bisher besucht haben. Und nach dem Aufstieg war dann die Vorfreude auf ein schönes, kühles Bier doch tatsächlich stärker als unsere Aversion gegenüber Masken- und Registrierungspflicht :P Und guad hod´s gschmeckt, die Hoibe :D






Beim Abstieg haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt Vogelschau gemacht. Von dort hat man einen tollen Blick runter nach Schleching und auf die umliegenden Berge. Die Sicht war so gut, dass man bis zu den hohen Tauern und dem Großglockner gesehen hat, die noch ordentlich mit Schnee bedeckt waren.



Und ich habe mittlerweile drei neue Videos für euch. Viel Spaß beim Ansehen!







Samstag, 23. Mai 2020

KW 21/20: Auslauf

Hallo ihr Lieben! Gestern waren wir wieder unterwegs - und zwar in der Wolfsschlucht bei Bernau im Chiemgau. Von Bernau aus ging es über Kraimoos und weiter hinauf oberhlb des Schauergrabens entlang bis hinter zur Wolfsschlucht. Die heisst jedoch zum Glück nicht so, weil sich dort Wölfe rumtreiben, sondern weil es dort einmal eine Felsformation gab, die dem Rotkäppchenschreck sehr ähnlich sah.


Über die Schlucht führt der Salinensteig, der Bestandteil der 2. Bayrischen Soleleitung gewesen ist, die Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut wurde und bis 1958 in Betrieb war. Über den Steg führte damals die Aufschlagwasser-Leitung, die zum Betrieb der Solepumpe notwendig war. Die Aufschlagwasser-Leitungen führten von Geschwend zum Pumphaus in Bernau-Bergham. Von dort wurde die Sole in eine Hochreserve gepumpt und floss dann im Freigefälle 12 km bis zum Brunnhaus Mühltal an der Prien.



Vom Eisensteg führt der Steig dann weiter durch den Wald bis zur Straße nach Reit. Dieser folgt man ein Stück und erreicht dann die Seiseralm - also die bayrische Seiseralm, nicht die berühmte Hochalm in Südtirol ;) Der Ausblick auf den Chiemsee, der sich einem hier bietet, ist fantastisch. Eigentlich der schönste Ausblick auf das Bayrische Meer, den wir bisher genießen durften.







Vom Biergarten des Seiserhofs aus hat man das wunderbare Panorama voll im Blick. Allerdings sind wir diesmal so ganz gegen unsere Gewohnheiten nicht eingekehrt, da wir keine Lust auf Maskenball hatten. Mit den gegenwärtigen Auflagen überlegt man es sich zweimal, ob "a gmiatliche Hoibe" Rechtfertigung genug ist, überall seine Daten hinterlassen zu müssen. Da vergeht einem irgendwie dier Spaß dran. Vielleicht gewöhnen wir uns ja noch dran. Dieses Mal haben wir jedoch beschlossen, lieber Brotzeit auf einem schönen Bankerl zu machen.

Danach ging es über Stocka wieder zurück nach Bernau. Insgesamt ist das eine sehr schöne Wanderung gewesen und mit 250 hm auch nicht übermäßig anstrengend.


Auch zu Hause kann man den Frühsommer jetzt so richtig schön im Garten genießen. Es blüht alles gerade so wunderschön und die Tomaten gedeihen prächtig :) Es sind sogar schon kleine Tomatis dran.







Samstag, 9. Mai 2020

KW 19/20: Die Wanderratte hat wieder was zu wandern :)

Hallo ihr Lieben! Jetzt dürfen wir uns auch in Bayern endlich wieder frei bewegen. Die Ausgangssperre wurde am 06.05. aufgehoben. Das heißt, die drei Bayern können wieder auf Tour und waren gestern zum ersten Mal seit fast drei Monaten wieder unterwegs - jedoch noch nicht direkt in den Bergen, weil wir uns erst wieder ein wenig warm laufen wollten. Deshalb haben wir den Rundweg bei der Hirschauer Bucht am Chiemsee ausgesucht.

Begonnen haben wir unsere Wanderung in Grabenstätt, wi wir zuerst der Kirche St. Maximilian einen kurzen Besuch abgestattet haben. Die Kirche stammt aus gotischer Zeit und der Innenraum ist wirklich total sehenswert. Die wunderbaren Malereien stammen von 1876 und sind das Werk vom Traunsteiner Maler Max Fürst.



Dann ging es weiter in dss Natur- und Vogelschutzgebiet des Achendeltas hinein bis hin zum Aussichtsturm an der Hirschauer Bucht. Man wird auf dem Weg dorthin von einem tollen Ausblick auf die Chiemgauer Berge begleitet und auch das immer noch schneebedeckte Kaisergebirge zeigte sich in seiner ganzen Pracht. Auch die Vögel hatten Freude an dem schönnen Wetter und flitzten im Schilf hin und her. Wir haben auch viele verschiedene Arten gesichtet, darunter Flussseeschwalben und Teichrohrsänger. Störche und Milane haben auch ihre Kreise gezogen. In der Hirschauer Bucht tummelten sich viele Schwäne und wurden von einem lauten Froschkonzert unterhalten, das vom Seerosengarten am Uferbereich herübertönte. Dort plantschten auch viele Fische herum, die sich dort wohl um den einen oder anderen Leckerbissen stritten.








Von der Hirschauer Bucht sind wir dann weiter bis zum Chiemseefischer gewandert. Unter normalen Umständen wären wir dort eingekehrt und hätten ein schönes Bierchen auf der wunderschönen Sonnenterrasse genossen. Aber leider blieb uns diesmal der Schnabel trocken und es ging weiter über Feldwege und wunderbarem Bergblick über Hirschau zurück nach Grabenstätt.



Es war eine tolle Wanderung durch wunderbare Natur und bei einem Traumwetterchen. Streckenweise ging es zu wie im alten Rom. Besonders auf dem Weg zwischen Hirschauer Bucht und Chiemseefischer waren unzählige Radfahrer unterwegs, die es leider mit Rücksichtnahme nicht so hatten. Als Wanderer weiß man da oft gar nicht, wo man hinsoll, weil sie einen von allen Seiten aufrollen. Auch mit den immer noch geltenden Abstandsregeln nehmen es interessanterweise gerade viele Ältere, die ja eigentlich zur Risikogruppe gehören, alles andere als genau. Da wundert man sich schon etwas.

Was beim Wandern momentan auch etwas unangenehm ist: man kann aktuell nirgends aufs Klo :P Und da ich gegen das "Wildpieseln" irgendwie eine natürliche Hemmschwelle habe, wird das nach einigen Stunden doch was unangenehm :D Aber ab 18. Mai werden die Grundbedürfnisse eines bayrischen Wanderers in Form von Biergärten ja zum Glück wieder gestillt.

Letzte Woche habe ich dann auch endlich die Tomatenpflanzen direkt in die Erde ins Gewächshaus gepflanzt und die Paprika auf den Balkon verfrachten. Die Tomaten waren schon knapp einen halben Meter groß und wären schon fast aus den Töpfen gesprungen :D Blüten sind auch schon dran :)



Auch ein Filmchen habe ich heute wieder für euch - und zwar von unserer Wanderung zur Entenlochklamm letzten Oktober. Viel Spaß beim Ansehen.