Mittwoch, 6. Januar 2021

Der erste Schnee

Heute Morgen wurden wir von einem weißen Winterwonderland begrüßt. Ganz so überraschend war das nicht, denn der Winterdienst ist schon vor 6 Uhr morgens durch die Straßen gerumpelt - und das an einem Feiertag *seufz*.

Beim Schneeschippen hat man dann gemerkt, dass sich beim Wandern doch schon eine ziemliche Kondition aufgebaut hat. Das ging trotz feuchtem, schwerem Pappschnee direkt locker flockig von der Schaufel :D 






Freitag, 1. Januar 2021

Sonntag, 29. November 2020

Dolomiten 2020: Erdpyramiden Steinegg - Alpe Cermis - Marmolata

Nach dem abenteuerlichen Hirzelsteig haben wir uns die Erdpyramiden von Steinegg im Tierser Tal vorgenommen. Eigentlich hatten wir an dem Tag eine entspanntere Tour gehen wollen, aber der Rundweg hatte es dann doch ganz schön in sich, da der Regen an den Tagen davor den Steig durch die Katzenbachschlucht so sehr aufgeweicht und rutschig gemacht hat, dass die Durchquerung da eine echte Herausforderung war. Der Rundweg an sich ist aber wirklich wunderschön und vor allem sehr abwechslungsreich. Man wandert durch besagte Schlucht, über Wiesen und durch Wälder und hat immer wieder schöne Ausblicke auf das Tierser Tal mit seinen Weinbergen, auf den Schlern und den Rosengarten. 
Die Erdpyramiden selbst sind aus Moränenschlamm der letzten Eiszeit entstanden und wirklich sehenswert. Durch Austrocknung und Beimengung von Felsen hielt der Schlamm an diesen Stellen der Erosion bis heute stand und brachte diese faszinierenden Gebilde hervor.

Nach den "Klettertouren" haben wir es an unserem letzten Tag im Eggental etwas gemütlicher angehen lassen. Wir sind rüber nach Cavalese und dort mit der Seilbahn hoch auf die Alpe Cermis gefahren. Der ursprünglich Plan war eine Wanderung um Lago di Bombasel, aber da es wettertechnisch sehr nach Regen ausgesehen hatte, sind wir wieder umgekehrt. So ist nur eine kleine Wanderung draus geworden, die aber trotzdem schön war. In der Baita Tonda haben wir uns dann noch eine Pizza gegönnt.

Und dann ging es endlich weiter ins Grödnertal, wo wir die zweite Urlaubswoche verbracht haben. Zuvor haben wir aber noch einen Abstecher zur Königin der Dolomiten - der Marmolata - gemacht. Mit 3343 m ist sie der höchste Berg der Dolomiten und trägt auf ihrer Nordseite deren größten Gletscher. Man kann mit der Seilbahn fast bis zum Gipfel fahren und von dort einen wunderbaren Rundblick genießen. 

 






Sonntag, 25. Oktober 2020

Dolomiten 2020: Karersee - Latemar - Rosengarten

An unserem zweiten Urlaubstag wollten wir ursprünglich im Latemarium wandern, aber das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben stattdessen zuerst Maria Weißenstein besucht und sind dann um den Karersee gewandert, der im Ladinischen "Lec de Ergobando" - Regenbogensee - genannt wird, weil das Wasser in so intensiven Farben leuchtet. Das Latemar mit dem Karersee im Vordergrund ist eines der berühmtesten Fotomotive der Dolomiten. Dieser Anblick ist uns aufgrund des Regens leider verwehrt geblieben, aber ich muss sagen, dass uns der Karersee aufgrund der mystischen Stimmung auch bei Regen sehr gut gefallen hat.

Am folgenden Tag konnten wir dann endlich das Latemarium unsicher machen, denn da war das Wetter wieder perfekt. Mit dem Sessellift Oberholz ging es zuerst hinauf zur Bergstation ins Latemarium. Hier gibt es eine Vielzahl von Themenwegen je nach persönlichem Interesse. Wir haben uns für den Panoramarundweg entschieden, da dieser direkt unterhalb den Felswänden des Latemar entlangführt und man den Latemar somit hautnah erleben kann. Nach einem kurzen Aufstieg erreicht man zuerst die Aussichtsplattform latemar.360°, von der aus man eine herrliche Aussicht bis hin zur Ortlergruppe genießen kann. Von dort aus führt der Wanderweg erst durch waldiges Gebiet und geht dann in einen felsigen Steig über. Auf dem Weg gibt es in regelmäßigen Abständen schön gestaltete Rastinseln mit Infotafeln und man wird vom Gepfeife der Murmeltiere begleitet  Der Panoramaweg geht eigentlich bis zum Passo Feudo und zieht sich bis dahin auch ganz schön. Wir hatten deshalb Bedenken, dass wir es evtl. nicht mehr rechtzeitig bis zum Sessellift zurück schaffen und haben uns von einer in der Karte eingezeichneten Abkürzung verleiten lassen, die sich als halsbrecherischer Trampelpfad entpuppt hat. War keine so gute Idee und Zeit haben wir uns auch nicht gespart - eher im Gegenteil. Dafür haben wir aber nur ein paar Meter von uns entfernt ein Murmeltier gesehen. Also hat sich die Aktion doch noch irgendwo rentiert  Besonders schön war auch der Rückweg übers Reiterjoch mit tollen Ausblicken auf das Latemar.

Am nächsten Tag ging es dann zum berühmten Rosengarten. Bei absoluten Traumwetter sind wir mit dem Sessellift zur Paolinahütte raufgefahren und von dort erst zum Christomannos-Denkmal gewandert. Es handelt sich hier um einen großen Bronze-Adler, der zu Ehren von Theodor Christomannos errichtet wurde. Christomannos hat Ende des 19. Jahrhunderts den Tourismus im Eggental angekurbelt und die Gegend damals quasi aus dem Dornröschenschlaf geweckt. 
Vom Denkmal aus sind wir dann über den Hirzelsteig entlang der Felswände des Rosengartens und dann wieder zurück zur Paolinahütte gewandert. Der Hirzelsteig hat es ganz schön in sich. Zwar müssen hier keine nennenswerten Höhenmeter überwunden werden, aber der Steig ist z.T. sehr schmal, rutschig vom Geröll und streckenweise deutlich ausgesetzt. Trittsicher und schwindelfrei sollte man auf jeden Fall sein - besonders, da man sich teilweise an Engstellen an Felsen vorbeihangeln muss. Wir konnten nicht ganz nachvollziehen, dass dieser Steig auf den Wanderseiten als "leicht" und teilweise gar "familienfreundlich" eingestuft wird. Da sind wir schon wesentlich leichtere Steige gegangen, die als "mittel" oder "schwer" eingestuft wurden. 
Die Ausblicke vom Steig aus sind aber natürlich schon toll - obwohl bei uns auch hier der ultimative Wow-Effekt ausblieb. Irgendwie sind wir mit Latemar und Rosengarten nicht so richtig warm geworden.






Samstag, 3. Oktober 2020

Dolomiten 2020 : Jochgrimm/Weißhorn

Kaum zu glauben, wie die Zeit verfliegt. In diesem Jahr gefühlt noch viel schneller als vorher. Der Sommer ist irgendwie komplett an mir vorbeigegangen und auch der Herbst rast schon wieder schneller dahin als ein TGV. 

Vor einer Woche sind wir von unserem Urlaub in den Dolomiten zurückgekommen. Die ersten drei Wochen, in denen man von diesem Jahr einmal Abstand gewinnen konnte. Es war einfach wunderschön dort. Wir haben die erste Woche im Eggental, die zweite Woche in unserem geliebten Grödnertal und die dritte Woche im Pustertal verbracht und sind jeden Tag in den Bergen unterwegs gewesen. Wirklich ein Traum!

Am ersten Urlaubstag waren wir am Jochgrimm unterwegs - dem Verbindungspass der beiden Zwillingsberge Weißhorn und Schwarzhorn in den Fleimstaler Alpen. Von dort ging es dann auf einem breiten Wanderweg bis zur urigen Gurndinalm und von dort weiter auf einem schönen Waldsteig ein Stück das Weißhorn hinauf bis zum Aussichtspunkt auf die Bletterbachschlucht - den Grand Canyon Südtirols. Leider haben wir nicht viel davon gesehen, weil genau zu diesem Zeitpunkt eine dicke Wolkensuppe die Sicht blockiert hat. Schön war die Wanderung aber trotzdem.