Montag, 21. August 2017

Kidneybohnen-Quesadillas

Heute geht die kulinarische Reise weiter nach Mexiko. Die Weizentortillas habe ich selbst gemacht, weil ich eine chronische Abneigung gegen jede Art von Fertigprodukt habe und die gekauften meiner Meinung nach eh nur nach Pappendeckel schmecken, aber ihr könnt natürlich auch gekaufte nehmen, wenn es schnell gehen soll.

Zutaten (für 4 Personen)

Weizentortillas
500 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
eine Prise Salz
350 ml Wasser
4 EL Öl

Füllung
1 Dose Kidney-Bohnen
1 Dose Maiskörner
180 g Cheddar-Käse
100 g Feta
1 Bund Lauchzwiebeln
150 g Schmand
1/2 Bund Koriandergrün
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Salsa
6 Tomaten
Olivenöl
1 Bio-Zitrone
3 Knoblauchzehen
1 Chili
Salz Pfeffer

Zutaten mischen und gut durchkneten. Wenn der Teig zu klebrig ist, noch etwas Mehl hinzufügen. Den Teig dann 10 Minuten ruhen lassen und dann in ca. sechs Portionen aufteilen. Jede Portion anschließend zu einem runden Fladen ausrollen und wie einen Pfannkuchen in einer Pfanne mit heißen Öl auf beiden Seiten ausbacken, bis der Fladen goldbraun ist. Die Fladen bis zum Füllen im Ofen bei ca. 60°C warm halten.



Für die Füllung Kidneybohnen und Mais in ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Cheddar raspeln und Feta zerbröckeln.
Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. Ca. ein Viertel der Lauchzwiebeln für die Salsa beseite stellen.
Koriandergrün grob hacken.
Bohnen und Mais mit dem Feta, dem Koriandergrün, den Lauchzwiebeln und der Hälfte der Cheddar-Raspeln vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Schmand auf eine Hälfte der Tortillas streichen (pro Tortilla ca. 1 EL Schmand). Dann die Bohnen-Mais-Käse-Mischung auf den Tortillas verteilen und diese zusammenklappen.
Tortillas auf ein Backblech geben und mit dem restlichen Cheddar bestreuen.
Im Ofen bei 180°C Umluft backen bis der Käse geschmolzen ist (ca. 10 Minuten).

Für die Salsa Tomaten klein schneiden (Schale und Kerne können drin bleiben).
Chili fein würfeln. 
Knoblauch fein würfeln.
Knoblauch in der Pfanne mit Olivenöl anschwitzen. Dann Tomatenwürfel, restliche Lauchzwiebeln und Chili dazugeben und kurz andünsten.
Zitronensaft und Zitronenschalenabrieb dazugeben und noch 1-2 Minuten köcheln lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Salsa in ein Schälchen geben und zusammen mit den Quesadillas servieren.



Samstag, 19. August 2017

KW 33/17 - Gartenfreuden

Schwalbenversammlung
Momentan geht es rund in unserem Garten. Antenne und Pappel sind wieder Hauptversammlungsort der Schwalben der Umgebung. Es ist fast unmöglich, all die Vögel zu zählen, aber es sind sicher mehr als hundert. Gezwitscher erfüllt die Luft, während sie ihre Kreise über unseren Köpfen ziehen. Aber seht selbst:



Neue Gartenbewohner...
... müssen her. Während im Frühjahr viel Buntes in unserem Garten blüht, sieht es im Sommer blütentechnisch eher mau aus. Das soll sich jetzt ändern. Deshalb habe ich beim Gärtner meines Vertrauens einige Sonnenhut- und Hortensienpflanzen bestellt, die heute angekommen sind. Ich hoffe, dass sie gut angehen werden und im nächsten Sommer dann etwas mehr Farbe in den Garten zaubern.



Belgische Waffeln
Letzte Woche hatte ich euch ja erzählt, dass wir uns ein Waffeleisen zugelegt haben, damit wir auch in Zukunft nicht auf die leckeren Belgischen Waffeln verzichten müssen. Nun haben wir es ausprobiert und sind vom Ergebnis begeistert. Sie sehen genauso aus und schmecken genauso gut wie in Belgien. Dem Waffelglück steht also nichts mehr im Weg.



Gurken, Tomaten und ein Ende in Sicht
Diese Woche habe ich wieder Gurken eingelegt. Mittlerweile habe ich 16 große Gläser, die wir uns in der kalten Jahreszeit schmecken lassen können. Im Moment haben die Pflanzen nochmal Blüten und kleine Gurken nachgelegt. Da kommt also wohl noch was dazu.


Das Tomatenhaus ist heuer wie dieser Breitopf im Märchen, der niemals leer wird. Nach wie vor holen wir jeden Tag gut über ein Kilo Früchte aus dem Haus und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Während in der unteren Etage die roten Früchte hängen, haben die Pflanzen in den oberen Etagen nochmal kräftig in Form von noch grünen Früchten und noch mehr Blüten nachgelegt. Seit fast zwei Monaten haben wir sogut wie kein Gemüse mehr zugekauft. Für so viel Fülle aus dem eigenen Garten muss man einfach dankbar sein. 




Sauscharf
Wir lieben Pepperoni und essen gerne scharf. Deshalb baue ich seit einigen Jahren selbst Paprika und Pepperoni an und ziehe die Pflanzen aus dem gewonnen Samen vom Vorjahr. Diesmal meint es der rote Chili besonders gut mit uns. Die Schoten sind deutlich größer und dicker als gewohnt und einfach nur sauscharf. Ein kleines Probelecken mit der Zungenspitze bescherte mir ein stundenlanges Brennen, das sich langsam vom Mund in die Nasenhöhle bis zu den Augen hin ausbreitete. Da ist vorsichtiges Dosieren angesagt. Ich hatte deshalb schon Bedenken, wie sich die drei Schoten auswirken, die ich in die scharf eingelegten Gurken reingehauen habe, aber durch den Essig wurde die Schärfe zum Glück etwas abgemildert.



Dienstag, 15. August 2017

Belgien-Reise Tag 4: Gent

Am vierten Tag unserer Belgien-Reise ging es nach Gent und Antwerpen. Diesmal wurden wir wieder von Louise begleitet. Zuerst fuhren wir wie schon am Vortag durch Brüssel hindurch, das uns mittlerweile schon gut bekannt war. Wir kamen wieder an der Basilika von Koekelberg vorbei, die zwischen 1905 und 1970 erbaut wurde und die fünftgrößte Kirche der Welt ist. Louise hat erzählt, dass ihr sogar ein ganz kleiner Teil der Kirche gehören würde. Als die Basilika im letzten Jahrhundert gebaut wurde, hatte man kein Geld mehr für die Glasfenster und so wurden die Kinder damals in der Schule aufgefordert, ihr Taschengeld für die Glasfenster der Kirche zu spenden.

Von der Zeit der spanischen Herrschaft her sind 80% der Belgier auch heute noch katholisch, allerdings leben sie diesen glauben nicht aus. Louise drückte es folgendermaßen aus: wir werden getauft, machen Kommunion, heiraten vor der Kirche, sterben vor der Kirche. Dazwischen vergessen wir die Kirche. 

 Basilika von Koekelberg

Auf dem Weg nach Gent kamen wir an einigen kleineren Ortschaften mit Häusern aus dunklem Backstein vorbei. Wir erfuhren, dass die Belgier "mit einem Ziegelstein im Magen" geboren werden - jeder möchte in seinem Leben unbedingt ein eigenes Haus haben. Früher ging das noch vergleichsweise einfach, doch heute sind die Grundstücke extrem teuer. Trotzdem strebt jeder Belgier zumindest eine eigene Wohnung an.

Als wir am späten Vormittag in Gent ankamen, traf uns auch hier erstmal dezent der Schlag - auch hier war gerade ein Sommerfestival in Gang und alle interessanten Gebäude waren mit Bühnenaufbauten, Festzelten und Fahrgeschäften verstellt. Deshalb an dieser Stelle mein Rat an alle, die Belgien gerne einen Besuch abstatten möchten: Tut es auf keinen Fall im Juli!

Tatsächlich war es in Gent noch schlimmer als in Brügge. Auf den Straßen lag haufenweise der Müll herum und junge Leute hockten am Boden rum und glühten schon mal für den kommenden Abend vor. Um zu verhindern, dass die Partylöwen ihre Getränke wieder am Straßenrand zurückgaben, standen überall mobile Pissoirs herum. Sowas hatte ich auch noch nie gesehen.




Besonders amüsant fand ich auch die Statue von Jacob van Artevelde auf dem Freitagsmarkt. Umringt von Fahrgeschäften wirkte es fast so, als würde Artevelde sie von seinem Sockel aus dirigieren.


Abgesehen davon hat mir Gent aber sehr gut gefallen. Auch in Gent ist die frühmittelalterliche Bausubstanz noch größtenteils erhalten und es gibt fast 10000 kulturhistorisch wertvolle Gebäude. Besonders malerisch sind die alten Gildehäuser an der Gracht des alten Hafens, die Graslei und Korelei.





Beeindruckend ist auch der Gravensteen - die einzige erhaltene mittelalterliche Burg in Flandern. Der Gravensteen wurde im 12 Jahrhundert erbaut und war Residenz der Grafen von Flandern. Leider war gerade der Platz vor der Burg mit einem riesigen Festzelt verstellt, so dass ich den Gravensteen nicht vernünftig vor die Linse bekam.

Beim Gravensteen überraschte uns dann ein heftiger Wolkenbruch und wir flüchteten ins Groot Fleeshuis am Groentenmarkt. Hier baumeln große Schinken von der jahrhundertealten Decke. Bedeckt waren sie mit einer dicken, gräulichen Fettschicht. Eine Kostprobe konnten wir uns da leicht verkneifen.


Zum Glück klarte das Wetter aber bald wieder auf und als wir den Kornmarkt im historischen Herzen der Stadt erreichten, blitze die Sonne zwischen den Wolken hervor. Hier drängen sich die drei berühmten Türme von Gent zusammen: die wahrlich beeindruckende Sint-Niklaaskerk, der Genter Belfried aus dem 14. Jahrhundert und die St. Bavo-Kathedrale, in der sich der von Jan van Eyck gestaltete Genter Altar befindet.

Sint-Niklaaskerk
 Belfried

Rathaus mit Belfried im Hintergrund

Bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten, kehrten wir in ein Lokal vor der Sint-Niklaaskerk ein und ließen uns die letzte Bierverkostung in Belgien schmecken. Diesmal probierten wir Rodenbach, Steen Brigge und Brugge Tripel. Dazu gab es leckeren Thunfischsalat auf knusprigem Baguette.

Frisch gestärkt ging es dann weiter nach Antwerpen. Aber davon erzähle ich euch im letzten Belgien-Post.


Sonntag, 13. August 2017

Puten-Erdnuss-Curry

Nachdem ich euch beim letzten Mal kulinarisch nach Arabien entführt habe, geht die Reise heute weiter in das ferne Asien. Für das Puten-Erdnuss-Curry braucht hier Folgendes:

Zutaten (für 3 Personen):

450 g Putenschnitzel
1 Bund Lauchzwiebeln
3 Knoblauchzehen
30 g Ingwer
1 grüne Chilischote
40 g Rosinen
400 ml Geflügelbrühe
2 EL Sojasoße
60 g gesalzene, geröstete Erdnüsse
Öl, Salz, Pfeffer, Curry
150 g Bandnudeln

Lauchzwiebeln waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Chili fein würfeln.

Fleisch waschen, trocken tupen und in Würfel schneiden.

Etwas Öl in eine große Pfanne geben und Fleisch darin kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zwei Drittel der Lauchzwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili dazugeben und kurz mitbraten. Dann 1 TL Curry untermischen und kurz weiterbraten.

Danach mit der Geflügelbrühe ablöschen. Rosinen dazugeben und ca. 5 Minuten weitergaren. In der Zwischenzeit Erdnüsse grob hacken.

Dann Putencurry mit Salz, Pfeffer und Sojasoße abschmecken. Bei Bedarf kann die Soße noch leicht eingedickt werden. Dazu 2 EL Mehl in eine kleine Schüssel geben. 6 EL Soße dazugeben und glatt rühren. Die Mischung dann unter das Putencurry mischen.

Zum Schluss Erdnüsse unterrühren und nach dem Anrichten auf dem Teller restliche Lauchzwiebeln drüberstreuen.

Bandnudel schmecken sehr gut dazu. Diese einfach in Salzwasser kochen bis sie al dente sind.


Samstag, 12. August 2017

KW 32/17 - Regenzeit

Regenzeit
In der letzten Woche hat der Sommer eine ausgedehnte Pause eingelegt. Fast jeden Tag hat es geregnet und gestern war es dazu auch noch richtig kalt. Fürs Arbeiten weniger frustrierend und fürs Schlafen definitiv angenehmer. Trotzdem freue ich mich, dass der Sommer nächste Woche zurückkommen soll.

Schwalben- und Fledermausflug
Immer war unser Garten bei den Mehlschwalben sehr beliebt. Besonders im Spätsommer nutzten sie die große Pappel und die Antenne gerne als Sammeltreffpunkt. In manchen Jahren waren es so viele, dass der Himmel zur Sammelzeit fast schwarz vor lauter Schwalben war - fast schon wie in Hitchcocks Film "Die Vögel". Letzte Jahr dann hat sich nicht eine einzige Mehlschwalbe blicken lassen. Nicht im Sommer und auch nicht zur Sammelzeit. Umso mehr freut es mich, dass sie heuer wieder da sind. Und wie immer Anfang August fangen sie bereits an, sich zu sammeln. Zuerst kommen sie immer nur in kleinen Grüppchen zusammen bis sie sich dann im September in großen Schwärmen zusammenfinden und Anfang Oktober schließlich aufbrechen.

Auch unser kleiner Minivampir ist uns auch heuer wieder treu geblieben. Mich würde ja interessieren, wo die Fledermaus ihren Unterschlupf hat. Das habe ich bisher noch nicht herausfinden können. Für ein Foto ist sie leider viel zu schnell unterwegs, aber ich habe ein kleines Video für euch gemacht.



Mondfinsternis
Für letzten Montag war ja eine Mondfinsternis angekündigt, doch leider war uns kein Beobachtungsglück vergönnt. Zwar war der Himmel an diesem Abend wolkenlos, aber der Mond stand noch so knapp über dem Horizont, dass er von Häusern und Bäumen verdeckt wurde. Erst kurz nach der partiellen Verdunkelung um 21:20 Uhr  hat er sich blicken lassen.



Leckereien
Meine Mom hat letzte Woche Hasenöhrl gebacken. Obwohl sie bei uns nicht Hasenöhrl heißen, sondern "Verhuddeltes Roßgschirr" (durcheinandergebrachtes Pferdegeschirr). Megalecker kann ich euch sagen!


Ich hatte euch ja in Belgien von dieser verboten leckeren Waffel erzählt, die ich dort verspachtelt hatte. Die war so gut, dass wir uns jetzt ein Belgisches Waffeleisen zugelegt haben und uns selbst daran versuchen möchten. Ich werde euch auf jeden Fall vom ersten Testlauf berichten.


Globales Chaos
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich finde die Situation um Nordkorea äußerst beunruhigend. Die aktuelle Lage führt sehr deutlich vor Augen, auf welch wackligen Beinen unsere Illusion eines sicheren Lebens steht und wie machtlos die Völkergemeinschaft ist, wenn einer sich einfach nicht an die Regeln halten möchte. Wenn man bedenkt, dass die Bevölkerung von Hawaii, Alaska und der amerikanischen Westküste bereits auf einen möglichen Atomschlag vorbereitet wird, kann man sich vorstellen wie sehr sich die Situation hier schon aufgeschaukelt hat. Ich kann bei sowas wirklich eine Mordswut bekommen, weil diesen elenden Großköpfen über ihren dämlichen Machtspielchen die Bevölkerung dieser blauen Kugel einfach nur scheißegal ist. Denen geht wohl nicht in den Schädel, dass dies kein Computerspiel, sondern die Realität ist, bei der man nicht eben mal auf Reset drücken kann, wenn man den Laden gegen die Wand gefahren hat.